Palstek: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Palstek''' (von ''Pfahlstich'', engl. ''bowline'') ist wohl der "prominenteste" maritime Knoten. Man bildet mit ihm eine feste Schlaufe an einem Ende eines Seils (oder Faden, Schnur, etc.), und er besteht schlicht aus jeweils einem der beiden grundsätzlichen Knotengrundbestandteilen, einer Bucht und einem Auge.  
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Der '''Palstek''' (von ''Pfahlstich'', engl. ''bowline'') ist wohl der "prominenteste" maritime Knoten. Man bildet mit ihm eine feste Schlaufe an einem Ende eines Seils (oder Faden, Schnur, etc.).  
  
Beliebt macht diesen Knoten, dass er einfach herzustellen (zu schlagen) ist und er eine prägnante Erscheinungsform hat. Dadurch lässt er sich gut merken, und die Überprüfung der richtigen Ausführung ist recht einfach. Zudem ist er für viele Anwendungszwecke geeignet, was ihn zu einem "Nahezu-Allrounder" macht. Er lässt sich bei fast allen Seilmaterialien anwenden (außer Stahlseilen), und hält verhältnismäßig sicher. Nach Belastung lässt er sich gut wieder öffnen. Ein Nachteil ist die relativ geringe Knotenfestigkeit, bei diesem Knoten sinkt die Bruchlast des Seils auf nahezu die Hälfte.  
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Beliebt macht diesen Knoten, dass er einfach herzustellen (zu schlagen) ist und er eine prägnante Erscheinungsform hat. Dadurch lässt er sich gut merken, und die Überprüfung der richtigen Ausführung ist recht einfach. Zudem ist er für viele Anwendungszwecke geeignet, was ihn zu einem "Nahezu-Allrounder" macht. Er lässt sich bei fast allen Seilmaterialien anwenden (außer vielleicht Stahlseilen), und hält verhältnismäßig sicher. Nach Belastung lässt er sich gut wieder öffnen. Ein Nachteil ist die relativ geringe Knotenfestigkeit, bei diesem Knoten sinkt die Bruchlast des Seils auf nahezu die Hälfte.  
  
Der Knoten wird natürlich auch in anderen Bereichen gerne angewendet, bei den Bergsteigern beispielsweise heißt er ''Bulinknoten''.
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Der Knoten wird natürlich auch in anderen Bereichen gerne angewendet, bei den Bergsteigern beispielsweise heißt er ''Bulinknoten'' (diese Bezeichnung leitet sich vom englischen ''bowline'' ab.
  
 
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Die Grundausführung des Palsteks gibt es in zwei Varianten, der "rechten" und "linken", beziehungsweise der mit dem außen oder innen liegenden losen Ende. Vorzuziehen ist die Version, bei der im jeweiligen Fall das lose Ende besser geschützt ist. Denn die größte Gefahr dieses Knotens ist, dass sich das lose Ende - wenn das Seil nicht oder wechselnd belastet wird - durch Bewegen und Stauchen lösen und der gesamte Knoten in der Folge ungewollt slippen und sich schließlich sogar öffnen kann.  
 
Die Grundausführung des Palsteks gibt es in zwei Varianten, der "rechten" und "linken", beziehungsweise der mit dem außen oder innen liegenden losen Ende. Vorzuziehen ist die Version, bei der im jeweiligen Fall das lose Ende besser geschützt ist. Denn die größte Gefahr dieses Knotens ist, dass sich das lose Ende - wenn das Seil nicht oder wechselnd belastet wird - durch Bewegen und Stauchen lösen und der gesamte Knoten in der Folge ungewollt slippen und sich schließlich sogar öffnen kann.  
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In jedem Fall besteht der Palstek schlicht aus je einem der beiden grundlegenden Knotenbestandteilen, einem Auge und einer Bucht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten ihn zu binden, in der folgenden wird der Knoten gesteckt, dargestellt werden beide Ausrichtungen (mit außen sowie innen liegender loser Part):
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Für die Bucht braucht man eine Seillänge von circa des 7-fachen Seildurchmessers (B…C).<br>
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Das Auge nimmt etwa das 9-fache des Seildurchmessers an Seil in Anspruch (D…E).<br>
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Bild:Palstek_doppelt.jpg|Doppelter Palstek
 
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Version vom 22. Juli 2010, 00:19 Uhr

Seemannschaft

Seile und Seilverbindungen

Palstek A.jpg

Der Palstek (von Pfahlstich, engl. bowline) ist wohl der "prominenteste" maritime Knoten. Man bildet mit ihm eine feste Schlaufe an einem Ende eines Seils (oder Faden, Schnur, etc.).

Beliebt macht diesen Knoten, dass er einfach herzustellen (zu schlagen) ist und er eine prägnante Erscheinungsform hat. Dadurch lässt er sich gut merken, und die Überprüfung der richtigen Ausführung ist recht einfach. Zudem ist er für viele Anwendungszwecke geeignet, was ihn zu einem "Nahezu-Allrounder" macht. Er lässt sich bei fast allen Seilmaterialien anwenden (außer vielleicht Stahlseilen), und hält verhältnismäßig sicher. Nach Belastung lässt er sich gut wieder öffnen. Ein Nachteil ist die relativ geringe Knotenfestigkeit, bei diesem Knoten sinkt die Bruchlast des Seils auf nahezu die Hälfte.

Der Knoten wird natürlich auch in anderen Bereichen gerne angewendet, bei den Bergsteigern beispielsweise heißt er Bulinknoten (diese Bezeichnung leitet sich vom englischen bowline ab.

Ausführung

{{#ev:youtube|OSxTEvacDzE|200|right|Stecken eines Palsteks}} Die Grundausführung des Palsteks gibt es in zwei Varianten, der "rechten" und "linken", beziehungsweise der mit dem außen oder innen liegenden losen Ende. Vorzuziehen ist die Version, bei der im jeweiligen Fall das lose Ende besser geschützt ist. Denn die größte Gefahr dieses Knotens ist, dass sich das lose Ende - wenn das Seil nicht oder wechselnd belastet wird - durch Bewegen und Stauchen lösen und der gesamte Knoten in der Folge ungewollt slippen und sich schließlich sogar öffnen kann.

In jedem Fall besteht der Palstek schlicht aus je einem der beiden grundlegenden Knotenbestandteilen, einem Auge und einer Bucht. Es gibt verschiedene Möglichkeiten ihn zu binden, in der folgenden wird der Knoten gesteckt, dargestellt werden beide Ausrichtungen (mit außen sowie innen liegender loser Part):

Palstek gesteckt
Palstek 0abc.jpg Mit folgenden Längen kann man überschlägig rechnen:

Beim fertigen Palstek sollte das lose Ende um mindestens den 10-fachen Seildurchmesser überstehen (A…B).
Für die Bucht braucht man eine Seillänge von circa des 7-fachen Seildurchmessers (B…C).
Das Auge nimmt etwa das 9-fache des Seildurchmessers an Seil in Anspruch (D…E).
Mit der beliebigen Länge des Bereiches C…D bestimmt man die Größe der Schlaufe des Palsteks.

Palstek 1.jpg Man bringt das Seil ungefähr mit dem Punkt C in den Bereich zwischen (D…E)...
Palstek A2.jpg ...bildet dort das Auge und steckt die lose Part durch.

An dieser Stelle entscheidet sich die Ausrichtung des Knotens.

Palstek I2.jpg
Palstek I3.jpg Man führt das lose Ende um die stehende Part und führt es zurück durch das Auge. Palstek A3.jpg
Palstek I4.jpg Die fertigen Knoten... Palstek A4.jpg
Palstek I5.jpg ...und die jeweiligen "Rückseiten". Palstek A5.jpg

Varianten

Für verschiedene Zwecke gibt es Weiterentwicklungen des Palsteks, beispielsweise um die Gefahr des ungewollten Öffnens oder die Seilbelastung zu verringern, sowie für spezielle Belastungsfälle. Einige davon sind:

Sicherer in Hinblick auf ungewolltes Öffnen (z. B. zum Einbinden von Klettergurten):

  • Doppelter Palstek
  • Bulin 1.5

Weitere Verwandte, wenn zwei Schlaufen benötigt werden (z. B. für provisorische "Bootsmannsstühle"):

  • Spanischer Palstek
  • Portugiesischer Palstek

Für spezielle Anwendungszwecke:

  • Palstek mit zwei Törns
  • Amerikanischer Palstek

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