Saône

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Karte

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Allgemeines

Streckenlänge: 365 km
Tiefgang: mind. 1,8 m
Durchfahrthöhe: mind. 3,5 m
Anzahl Schleusen: 24

Die Saône bildet das Rückgrat des französischen Wasserstraßennetzes und ist ein wichtiger Teil der Binnenverbindung zwischen Nord- bzw. Ostsee und dem Atlantik. Am Anschluss des Canal des Vosges bei Corre beginnt der schiffbare Teil, er endet in Lyon bei der Einmündung in die Rhône. Sie hat außerdem Verbindung zu folgenden Wasserstraßen:

Von Corre bis Auxonne ist die Petite-Saône ein ruhiger und beschaulicher Fluß, der sich gemächlich durch die abwechslungsreiche Landschaft windet. Der höchstzulässige Tiefgang beträgt 1,8 m und die Durchfahrtshöhe liegt bei 3,5 m. Diese Obere Saone ist landschaftlich auch wesentlich reizvoller und man kann an vielen Stellen Bankmooring machen, was an der Unteren Saone nicht mehr möglich ist, dort darf nur an Jetties oder Pontoons angelegt werden.

Von Auxonne, eigentlich St. Symphorien-sur-Saone, bis Lyon ist die Saône zur Großschifffahrtsstraße ausgebaut worden, die Landschaft verliert ihren ländlichen Charme. Hier sind auch große Schubverbände bis 3000 Tonnen unterwegs. Der höchstzulässige Tiefgang beträgt 3 m und die Durchfahrtshöhe liegt bei 6 m, abhängig vom jeweiligen Wasserstand.

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unterwegs auf der beschaulichen Saône

Schleusen

Von Corre bis Auxonne sind 19 Schleusen zu passieren. Sie werden mit Drehstangen, die über dem Wasser hängen, angefordert, aber abwarten ob durch gelbes Blinklicht die Anforderung auch bestätigt wird, auch wenn sie mit Schleusenpersonal besetzt sind. Sie haben die Abmessungen 38,50 x 5,20 m, bei Auxonne sind 4 Kammern 40 x 8 m groß. Die 5 Schleusen zwischen Auxonne und Lyon sind 185 x 12 m groß, sie haben in Gegensatz zur Vielzahl der französischen Schleusen Nischenpoller in den Wänden. Bei Berufsschifffahrt ist mit Wartezeiten zu rechnen. In einigen Schleusen gibt es auch Schwimmpoller, sowie Gleitpoller/Stangen.Man darf nicht davon ausgehen, dass außer in der Hauptsaison ein Schleusenwärter die Leinen annimmmt. Die glitschigen Leitern sollte man tunlichst nicht aufentern.Im Notfall kann die Leine auch mal an der Leiter gefiert werden. Wenn man ein Boot mit einer Flybridge hat kann man bei guter Übung die Poller mit einem guten Leinenwurf erreichen, auch mit dem langen Bootshaken kann man die Leine über einen Poller legen. Beginner sollten in den Schleusen immer ein Schwimmweste tragen, da es schon Unfälle mit Ertrinken gegeben hat. In den Karten befindet sich beim Schleusensymbol ein blauer Punkt auf der Seite auf der sich die Schleusenbedienungselemente befinden. Immer an dieser Seite anlegen. Die blaue Stange wird nach oben geschoben, sobald das Boot für die Schleusung bereit und gesichert ist. Zur Anmeldung bei der Schleuse hängt an einem Seil eine Stange über den Fluss, diese muss zur Anmeldung nach rechts gedreht werden, in der Karte befinden sich an der Location rote Punkte. Bei erfolgter Anmeldung wird dies an der Schleuse durch ein gelbes Blinklicht quittiert. Ganz wichtig!!! Nur einmal an der Stange drehen, sonst kommt der Computer durcheinander!!!

Yachthäfen und Liegestellen

In Corre, am Übergang zum Canal des Vosges, liegt die große Marina von Corre in mehreren Hafenbecken abseits des Kanales. Gästeplätze sind besonders ausgeschildert, man liegt dort zwischen Dalben ohne Fingerstege. Den kleinen Ort erreicht man nach kurzem Fußweg. Die Marina bietet auch Werkstattleistungen und Bootslagerungen an, ein Slipwagen holt auch längere Boote aus dem Wasser. Bevor man in den Vogesencanal einfahren kann muss man sich an der ersten Schleuse aus dem Automaten die Fernbedienung abholen die in einem kleinen Karton verpackt ist.

Port-sur- Saône

Gray hat eine Pier in der Nähe der Innenstadt, für die Stromzufuhr braucht man lange Kabel. Vom Supermarkt in der Nähe kann man mit dem Einkaufswagen fast bis an die Pier fahren. Sehenswert ist die Altstadt, die man über Treppen vom Tal der Saône aus erreicht.

Mantoche Sehr schöne Anlegestelle die leider meist voll belegt ist. Es gibt ein Restaurant mit gutem Angebot, obwohl es nicht danach aussieht. Vorsicht bei Hochwasser. Der Ort ist sehr reizvoll. Zum Wasserrtanken muss man sich Jetones in den Geschäften am Hauptplatz kaufen. Ein Jeton für 1,50€ reicht für 100 Liter Wasser.

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Pier in Mantoche

In Lamarche-sur- Saône liegt man an einer Pier in Ortsnähe, im Ort gibt es aber nur wenige Einkaufsmöglichkeiten. Stromaufwärts gibt es eine schöne Anlegestelle bei einem Restaurant direkt am Wasser.

Auxonne hat Liegeplätze direkt an der Saône in der Nähe der Stadt, diese sind aber oft belegt. In einem großen Hafenbecken nebenan liegt der große Yachthafen der Firma H2O. Bis zum Ort muss man leider das ganze Becken umrunden, dafür liegt man hier aber gut und sicher. Die Liegeplätze in der Nähe der Hafeneinfahrt sollte man meiden, hier über zu viele Charterfahrer das „Einparken“.

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Blick auf den Hafen


Saint-Jean-de-Losne hat mehrere Liegemöglichkeiten. An der Saône liegt man kostenlos am langen Stufenkai, sogar mit Stromversorgung. Lange Leinen sind Pflicht, die Poller stehen ziemlich weit entfernt. Vor der ersten Schleuse des dort abzweigenden Canal de Bourgogne geht es zum großen Hafen von H2O, wo auch viele Boote überwintern.

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Kai an der Saône

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Anlegestelle oberhalb von Corre in Pont du Bois bei der Schleuse 39

Tankstellen

In Saint-Jean-de-Losne gibt es eine Tankstelle, der Steg liegt in der Saône am Abzweig des Canal de Bourgogne. Außerhalb der Geschäftszeiten kann man mit der Kreditkarte tanken. Mietboote können immer an ihrer Basis tanken, haben aber meist für 3 Wochen genügend Treibstoff an Bord, sofern Sie einen Dieselantrieb haben. In Scey-sur-Saone finden Sie im Hafen bei der Basis von Locaboat ein Tankstelle.

Verkehrszeichen

Es wird des öfteren das Verkehrszeichen (IALA TAFEL) Begegnungsverbot gezeigt. Dies ist problematisch, da man nicht immer sicher ist wer zuerst in die Engstelle einfahren darf. Zumindest soll man bei einer solchen Tafel gut Wahrschau halten ob ein Boot entgegenkommt und nur einfahren, wenn dies nicht der Fall ist. Sollten Sie sich trotzdem begegnen, dann muss dies sehr vorsichtig und langsam erfolgen. Die Begegnung mit einem Lastkahn oder Hotelschiff sollten Sie in einer Engstelle unbedingt vermeiden.Talfahrer haben immer Vorrang.

Reiseberichte

Reiseroman von der Petit Saône und dem Vogesenkanal. Beschrieben wird die Petit Saône von Auxonne bis Corre und der Vogesencanal von Corre bis Fontenoy. Wie die Autorin eruieren und verifizieren konnte, erlaubt Le Boat ® keine Boote nördlich von Fontenoy. Der Wasserstand ist zu gering. Wie die Navigationsbehörde VNF bestätigte wird der Canal demnächst vermutlich nicht mehr so weiter betrieben werden können, da die Mittel gekürzt wurden.

Ergänzung zum Reiseroman: Lexika (*)

Bug--> Vorderteil des Bootes; Heck--> Hinterteil; Bug- u. Heckstrahlruder--> Propeller vorne oder hinten am Boot, zur Seitwärtsbewegung (BSR und HSR); Ruder--> Dient zum Steuern des Schiffes; Wanten, Seile --> zur Verspannung der Masten von Segelschiffen; Fender -->Schutzkörper entlang der Außenwand des Bootes; Brücke--> Oberer Kommandostand; Bimini --> Sonnensegel über dem oberen Kommandostand; Koje -->Bett; Poller -->Im Boden befestigte, kurze Pfähle, zum Anlegen; Penichette--> Kleine Peniche, französisches schmales Flussfrachtschiff; Sicherheitsschleusen--> Eigentlich nur ein Tor, welches geschlossen werden kann, um den Wasserdurchfluss abzuschwächen; Emmi -->Emmilein, die kleine Spinne.....; IO-->Erster Deckoffizier; Purser-->Verwaltungschef auf dem Boot, Komandogewalt über Kombüse (Pantry) und Proviant, präsentierte täglich 3 Mahlzeiten, Pantry so nennt man die Küche auf einem Schiff; Bunkern-->Wasser aufnehmen; Fieren-->Die Leinen ohne festzumachen zum Bremsen verwenden; Poller fangen-->Der IO hatte es meisterlich entwickelt, mit einem Wurf der Bucht (Lasso) einen Poller zu fangen; Aufschiessen-->Die Leinen in schönen Buchten zusammenlegen; Planke-->Brett zur Überbrückung der Kluft zwischen Boot und Ufer; Gangboard (Gunboard)-->Dieses Boot hatte keines, sonst zum Herumgehen ums Boot; Verkehrsregeln--> Talfahrende Schiffe haben an Engstellen Vorfahrt. Beim Fluß gilt die Fließrichtung, beim Canal die Kilometrierung; UPM--> Umdrehungen pro Minute an der Schraubenwelle, nicht am Motor;

Anmerkungen vom Admini: Die Information, dass das BSR und HSR nur unter 400 UPM funktioniert, haben wir erst hinterher beim Studium des Bordbuches erfahren, leider nicht bei der Bootsübernahme. Der Joystick funktioniert auch nur bei 0 UPM. Die abgerissenen Fender haben wir alle aufgesammelt und wieder zurückgebracht, dort wurden sie mit neuen Leinen versehen und wieder festgemacht. Dadurch dass die Leinen über der Scheuerleiste liegen, reissen sie sofort ab, wenn die Scheuerleiste ihren Dienst tun soll. Hätten wir gewusst, dass das BSR, HSR nur unter 400 UPM funktioniert, hätten wir auch die Tunnelwand nicht touchiert.

Die Treppe (Niedergang) auf einem Schiff (Hausboot) wird immer rückwärts begangen, damit kann man sich mit beiden Händen festhalten und sieht auch wohin man steigt. Dies ist die sicherste Methode und schont auch das Knie. Leider hat die Autorin dies nicht beherzigt. Hinweis: Nicht in Conflandey, sondern in Port-d'Atelier hatten wir angelegt und übernachtet. Der Anleger ist zwar etwas baufällig aber noch benutzbar, siehe auch großes Bild im Hauptbericht des Blog und hier unten. Quelle der Bilder siehe auch Blog.© by RJS.


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Port-d'Atelier die etwas marode Anlegestelle aber sehr schön


© Copyright by R. D. Marly-le-Roi 6/2019

Die Autorin ist eine hochintelligente Dame, spricht mehrere Sprachen und hat sich in kürzester Zeit wirklich als IO qualifiziert

Reisebericht Version4

Der Vorspann kann zum besseren Verständnis beitragen.

angeschlossene Wasserwege

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