Starnberger See: Unterschied zwischen den Versionen

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Marina Bernried
 
Marina Bernried
Yachthafen mit 240 Plätzen
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Yachthafen mit 240 Plätzen,
Gästesteg für Restaurantbesucher
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Bäcker fußläufig erreichbar,
Wertbetrieb Stefan Fischer
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Gästesteg für Restaurantbesucher,
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Wertbetrieb Stefan Fischer,
 
Hotel "Marina" mit Restaurant, Wellnessbereich und grosser Liegewiesen mit Seezugang
 
Hotel "Marina" mit Restaurant, Wellnessbereich und grosser Liegewiesen mit Seezugang
  

Version vom 4. Februar 2018, 23:43 Uhr


Der See liegt im Bayerischen Voralpenland und ist nach der Stadt Starnberg an seinem Nordufer benannt. Er ist mit circa 15 km Entfernung zur bayerischen Landeshauptstadt München der nächstgelegene größere See, auf dem Wassersport betrieben werden kann und verfügt über einen direkten Anschluß zur Autobahn München - Garmisch über seine komplette Länge von ungefähr 20 km.

Die alte Bezeichnung Würmsee leitet sich aus dem einzigen Abfluß Würm ab, der bei der Bootswerft und Wassersportsiedlung in Starnberg-Percha liegt und spiegelt sich noch in der Namensgebung von Segelvereinen wieder.

Weitere historische und geologische Hintergrundinformationen und eine Übersichtskarte finden sich bei Wikipedia [1].

Inhaltsverzeichnis

Gewässer

Der See verfügt als Quellsee über keine nennenswerten Hauptzuflüsse und unterliegt nur geringen, langjährigen Wasserstandschwankungen von 1 Meter. Die Wassertiefe beträgt bis zu 127 m querab der Seeburg bei Allmannshausen. Nennenswerte Flachstellen gibt es um die Roseninsel (im Norden mit zwei Pfählen gekennzeichnet) und in der Bucht von St.Heinrich. In der Regel kann man sich an den ausliegenden Festmacherbojen als Grenze orientieren. Direkt an der Allmannshöhe, der höchsten Erhebung am Ostufer, befindet sich eine Wand, die direkt vom Ufer aus fast senkrecht 80 m nach unten geht. Hier trainieren regelmäßig Taucher.

Wegen der großen Wassertiefen ändert sich die Wassertemperatur nur langsam. Anfang Mai beträgt die Temperatur 10 bis 15 Grad Celsius. Im Hochsommer steigt sie auf 20 Grad, in unmittelbarer Ufernähe bis 24 Grad an. Durch das langsame Abkühlen im Herbst tritt ab September verstärkt Nebel auf.

Eisbildung im Winter beschränkt sich auf die flachen Uferbereiche. Sehr selten friert im Winter für mehrere Wochen der Nordteil des Sees zu.

Orte am See

Starnberg

Marinas in Starnberg

Yachthafen Rambeck - Yachthafen_Rambeck

Bernried

Marinas in Bernried

Marina Bernried Yachthafen mit 240 Plätzen, Bäcker fußläufig erreichbar, Gästesteg für Restaurantbesucher, Wertbetrieb Stefan Fischer, Hotel "Marina" mit Restaurant, Wellnessbereich und grosser Liegewiesen mit Seezugang

Wetter

Das Revier gilt allgemein als Schwachwindrevier. Gegen die Hauptwindrichtung West ist es größtenteils durch die benachbarten Bergrücken geschützt. Für eine ausgeprägte Thermik ist der See zu weit weg von den Alpen.

Am ehesten kann man im Frühjahr und Herbst mit frischem bis starken atmosphärischen Wind rechnen. Die Hauptwindrichtung ist dann Nordwest bis West bei frischen Winden und Südwesten bei Starkwind. Wegen der Abdeckung durch die Anhöhe bis Feldafing ist der Wind im Nordteil bis zu 15 kn schwächer als in der Tutzinger Bucht. In der Tutzinger Bucht tritt dann auch am Ostufer eine kurze Welle von etwa 0,5 m Höhe auf. Bei starker Südtendenz kann der Wind auch im Nordteil des Sees zu einem frischen Südwind werden, der dann mit ähnlicher Welle verbunden ist.

Ansonsten treten bei klarem Wetter und Hochdrucklagen am Nachmittag zumindest im Nordteil des Sees vorwiegend thermisch bedingte Nordostwinde auf, die meist maximal 10 kn, in seltenen Fällen auch bis zu 18 kn erreichen und bis in die Abendstunden reichen. Am Morgen kann bei derselben Großwetterlage gelegentlich ein schwacher Südwind aufkommen, der nicht mehr als 6 kn erreicht und gegen Mittag zusammenbricht.

Speziell in der Zeit von Ende Juni bis Mitte August muß man ab Nachmittag mit schnell aufziehenden Wärmegewittern rechnen. Hier treten lokal eng begrenzt Windgeschwindigkeiten in Sturmstärke aus wechselnden Richtungen verbunden mit Regen- oder Hagelschauern auf. Segelboote sollten dann Ufer mit ablandigen Wind aufsuchen und die Segel bergen. Ein Segeln ist dann kaum vernünftig möglich und in der Regel verzieht sich das Gewitter nach ein bis zwei Stunden wieder.

Auffällig ist, daß sich speziell der Wind in München häufig von dem am Starnberger See unterscheidet.

Rund um den Starnberger See sind gelbe Blitzleuchten angebracht. Diese haben rein informativen Charakter und können mit zwei verschiedenen Frequenzen blitzen. Eine sogenannte Vorsichtsmeldung wird mit 40 Blitzen pro Minute und eine Sturmwarnung wird mit 90 Blitzen pro Minute signalisiert. Sie werden zentral für den ganzen See aktiviert. Die ihr zugrunde liegende Vorhersage bietet nur eine geringe Zuverlässigkeit und ständige, eigene Wetterbeobachtungen sind vorzuziehen.

Vorschriften

Es gilt die Bayerische Schifffahrtsordnung, siehe auch unter Bayern. Auskünfte für den Starnberger See erteilen das Landratsamt Starnberg, die Wasserschutzpolizei in Starnberg oder die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung im Bayerischen Wirtschaftsministerium.

Hinsichtlich Ausübung von Wassersport gilt eine freiwillige Selbstbeschränkung der Vereine auf die Zeit zwischen 1. April und 31. Oktober zum Schutz der Natur. Darüber hinaus gibt es noch durch gelbe Bojen gekennzeichnete Schutzgebiete, deren Befahren ganzjährig verboten ist. Praktisch sind diese während dem Jahr am Schilfwuchs einfach zu erkennen.

Das Übernachten auf dem Boot ist laut Auskunft des Landsratsamtes Starnberg grundsätzlich erlaubt; Vorschriften zum Ankern, zur Beleuchtung, zur Wasserreinhaltung und zum Lärmschutz sind dabei zu beachten. Es existiert auch keine marina-ähnliche Infrastruktur wie zum Beispiel am Bodensee. Das Anlegen an den Dampferstegen der Bayerischen Seenschiffahrt ist nicht erlaubt.

Zum Führen eines Motor- oder Segelbootes ist kein Führerschein vorgeschrieben.

Hilfsmotoren sind zulässig für Segelboote. Sie dürfen nur zum Ein- und Auslaufen in Häfen oder Bojenfelder, sowie bei Sturmwarnung und bei Flaute ab einer Stunde vor Sonnenuntergang und dann nur zur Fahrt zum eigenen Liegeplatz benutzt werden.

Motorboote sind nur in sehr begrenzten Umfang zugelassen. In der Regel wird eine Zulassung nur für Sicherungsboote erteilt. Neben Vereinen und Segelschulen werden diese noch von der Wasserwacht des BRK, der DLRG sowie dem Technischen Hilfswerk (THW) betrieben.

Die Ausweichregeln orientieren sich stark an den Kollisionsverhütungsregeln auf See mit zwei Ausnahmen:

  • Der Personenschiffahrt, erkennbar an einer orangen Flagge im Bug, muß ausgewichen werden.
  • Den Berufsfischern, erkennbar an einer weißen Flagge, muß ausgewichen werden.

Dies gilt für Segelboote nicht bei Flaute.

Segelclubs und -vereine

Weblinks

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