Antwerpener Hafen

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Der Antwerpener Hafen ist nun nicht gerade das schönste Sportbootrevier, trotzdem kann es notwendig sein, ihn zu befahren. Will man Antwerpen per Boot einen Besuch abstatten, liegt man im Willemdock im Antwerpener Hafen ruhig, komfortabel und zentral. Will man von der Schelde aus Südholland erreichen, ohne aus Meer hinaus zu fahren, sind Antwerpener Hafen und die Schelde-Rhein-Verbindung die einzige Möglichkeit.

Der Antwerpener Hafen ist riesig, über mehrere Schleusen ist er mit der Schelde und den Binnenwasserstraßen verbunden. Im Hafen findet man an hunderten von Docks See- und Binnenschiffe, hier werden viele Güter von See kommend auf Binnenschiffe umgeladen. Außerdem ist der Hafen ein großer Umschlagplatz für Chemieprodukte, viele riesige Chemieanlagen, Raffinerien, usw. liegen im Hafengebiet.


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Blick auf Antwerpen von der Schelde aus


Der Antwerpener Hafen darf von Sportbooten befahren werden, allerdings nur auf bestimmten Strecken. Die Zufahrt ist nur über 2 Schleusen erlaubt, dies sind die Royersluis an der Schelde und die Kreekraksluizen an der niederländischen Grenze an der Schelde-Rhein-Verbindung. Im Hafen selber darf man mit dem Sportboot die direkte Strecke zwischen diesen Schleusen befahren, sowie die Zufahrt zum Yachthafen im Willemdock. Die Hafenbecken außerhalb dieser Strecken dürfen nicht befahren werden, es gibt aber mehrere Fahrstrecken zwischen den Schleusen. Die Strecke zwischen den beiden Schleusen beträgt immerhin ca. 20 Kilometer.


Im Antwerpener Hafen benötigt jedes Fahrzeug, auch jedes Sportboot, eine FD-Nummer (FD steht für Financiële Dienstnummer). Diese wird von der Hafenverwaltung vergeben und dient zur eindeutigen Identifizierung der Fahrzeuge. Man kann diese Nummer vor Reisebeginn über das Internet auf folgender Seite beantragen: Jachthafen Willemdok: Beantragung FD-Nummer; alternativ/offiziell siehe Watersportalmanak.

Ohne diese FD Nummer wird nicht geschleust. Hat man diese Nummer vorher nicht beantragt, muss man an der Schleuse festmachen und das Hafenbüro aufsuchen, hier wird dann die FD-Nummer zugeteilt. Man sollte auf jeden vorher die FD-Nummer beantragen, an der Royersluis liegt man nicht sehr komfortabel an einer glitschigen Eisenleiter im Gezeitengebiet.

Auf der Schelde vor der Royersluis gibt es Steganlagen ohne Landgang, dort können auch Sportboote gut auf die Schleusung warten.

Der größte Andrang von Sportbooten herrscht an der Royersluis, hier muss man auch mit Wartezeiten rechnen. Da die Kammer immer bis auf die letzte kleine Wasserfläche mit Fahrzeugen gefüllt wird, kann dieser Vorgang schon mal ein knappes Stündchen dauern. Dabei werden Sportboote und Berufsschiffe bunt gemischt und so nebeneinander und hintereinander gelegt, dass kein Wasser mehr zu sehen ist.


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Gedränge in der Royersluis

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Die Kammer wird voll!


Die Royersluis hat in der Wand keine Nischenpoller, man sollte also ausreichend lange Leinen für die Schleusung bereithalten. Ohnehin sind ja für Schleusungen in Belgien mehrere mindestens 15 Meter lange Taue empfohlen, hier kommen sie zum Einsatz. Nach der Einfahrt in die Kammer bleibt man an der zugewiesenen Stelle liegen, bis vom oberen Schleusenrand ein Stahlhaken am Seil herabgelassen wird. In diesen legt man dann eine Bucht der Schleusenleine ein, die dann oben über Poller gelegt wird. Die Leine muss dann auch noch bis unten zum Boot reichen, 20 Meter Tau sind also nicht verkehrt.


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Leinenservice in der Royersluis


Yachthafen Antwerpen

Im Antwerpener Hafen befindet sich im Willemdok ein großer und moderner Yachthafen. Die Zufahrt erfolgt durch die Siberiabrug, eine Hubbrücke direkt neben der Binnenseite der Royersluis. Diese Brücke wird zu den Hauptverkehrszeiten leider nicht gehoben, das führt vor allem am Nachmittag zu stundenlangen unangenehmen Wartezeiten. Der Wartebereich für Sportboote ist dort einfach zu klein, nebenan stauen sich die Berufsschiffe, die ebenfalls auf die Brückenpassage warten oder in die Royersluis wollen. Durch die vorbeifahrende Berufsschifffahrt wird man ordentlich durchgeschüttelt, auf die Brücke oder die Royersluis wartende Berufsschiffe bringen die Sportboote in arge Verdrückung. Hinter der Brücke geht es dann durch das Kattendijkdok zur Londenbrug, ebenfalls eine Hubbrücke. Hier sind Wartezeiten nicht zu erwarten.


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Zufahrt zum Willemdock


Hinter der Brücke liegt dann das Willemdok mit dem Antwerpener Yachthafen. Wenn mehrer Sportboote einlaufen, dirigiert der Hafenmeister die Gastlieger per Schlauchboot zu passenden Liegeplätzen. Die Steganlagen sind in gutem Zustand, die Wege zum Ausgang halten sich in Grenzen. Die gesamte Anlage ist verschlossen, einen elektronischen Key leiht man sich im Hafenbüro. Auch eine Tankstelle für Diesel ist vorhanden.

Aus dem Hafen kommend gelangt man als erstes auf das Godefriduskaai, an dem bei unserem Besuch 2007 noch gebaut wurde. Es entsteht eine Hafenpromenade und mehrere Geschäfte siedeln sich dort an. Ein Yachtshop ist schon vorhanden, andere liegen in unmittelbare Nähe.

Am Godefriduskaai liegt auch ein für die Öffentlichkeit geöffnetes altes Lagerhaus, durch das man hindurchgehen kann und die Oude Leeuwenrui erreicht, dort liegt auch ein guter Supermarkt. Er befindet sich, typisch für Antwerpen, natürlich in einem Hinterhof, man übersieht ihn schnell.

Bis zur Altstadt mit seiner Kathedrale, Geschäften, Restaurants usw. sind es etwa 10 Fußminuten, Stadtpläne und Infomaterial liegen im Hafenbüro aus.

Bei der Abfahrt sollte man sich an die Öffnungszeiten der Londenbrug halten, auch diese erfährt man beim Hafenmeister.


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Schifffahrtsmuseum in Antwerpen

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