Schleusen

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Wenn man schon etwas Erfahrung hat, kann man die Schleusen auch ohne Leinensicherung befahren, vor allem dann, wenn man die Poller nicht erreichen kann und das Aufentern an der glitschigen Leiter nicht ratsam ist.

Voraussetzung:

Die erste Schleuse mit Leinensicherung testen, um das Einströmen des Wassers beim Öffnen der Schütze abzuschätzen. Bei den Automatikschleusen, die blaue Stange heben, wenn die Crew bereit ist und auf das Einströmen des Wassers warten, zuerst erfolgt eine leichte Bewegung nach Achtern, dann reflektiert der Schwell und schiebt das Boot mit dem Bug nach vorne also zu Berg. Diese Bewegungen mit der Maschine korrigieren. Sofern man die Poller leicht erreicht, auch Nischenpoller, sollte man die Leinen natürlich zur Sicherung belegen, bei Schwimmpollern und Gleitpoller (Stangen) immer. Das Sichern an der Leiter ist nicht gerne gesehen, aber im Notfall erlaubt, wie schon gesagt, das Aufentern an der glitschigen Leiter ist nur im Notfall mit größter Vorsicht zu empfehlen. Das Bergschleusen ohne Leinensicherung ist aber nur für sehr erfahrene Skipper zu empfehlen!

Weitere Voraussetzung:

Allein in der Schleuse, das Boot sollte die Schleuse ausfüllen, also an BB und SB nur ca. 50 cm Platz sein. Ist die Schleuse wesentlich breiter als das Boot kann es gefährlich werden, wenn das Boot ausbricht und an die gegenüberliegende Schleusenwand donnert!!!

Hinweis:

In der Bretagne auf der Vilaine hängen in der Schleuse die Leinen an den Wänden herunter, man kann sie leicht mit dem Bootshaken fangen und dann am Boot an den Klampen fieren!

Automatikschleusen auf den Wasserwegen Frankreichs

Saone:

Brücke über den Fluss, daran hängt ein Kunstoffschlauch den man mit einer Vierteldrehung bedienen muss, dann blinkt an der Schleuse ein gelbes Licht zur Bestätigung

Rhein-Marne Kanal

Brücke über den Kanal, daran hängt ein Seil an dem man Ziehen muss dann quittiert die Schleuse mit einem gelben Funkellicht

Vogesenkanal

Man erhält am Kanaleingang eine Fernbedienung aus dem Automat, mit dieser funkt man eine Radarsäule am Ufer an die ca. 200 Meter vor der Schleuse steht, dann wird mit einem gelben Funkellicht der Empfang bestätigt Für alle Schleusen gilt, Ampel rot/grün bedeutet Schleuse in Vorbereitung, erst wenn die Ampel auf nur grün schaltet, darf in die Schleuse eingelaufen werden. Die blaue Stange wird erst angehoben wenn das Boot gesichert ist, dann beginnt der Schleusenvorgang


Aufhängen in der Schleuse bei Talschleusung:

An der Themse hatte ich es schon gesehen, wie ein Klampe durch die Luft flog weil ein Skipper die Leine belegt hatte. Auch mir ist es schon passiert, dass sich die Leine am Poller "festgefressen" hat und dann gerissen ist, in letzter Sekunde hatten wir noch die rote Stange gezogen um den Schleusenvorgang zu unterbrechen. Um den Poller war unvorsichtigerweise ein Leinenknäuel gelagert meine Partnerin hatte nicht darauf geachtet. Ich hatte ihr vorher extra noch gezeigt wie man die Leine bei großem Druck nochmals an den Poller bzw. Klampe zurückführt und dort fiert. Es ist also auch bei großer Vorsicht immer möglich, dass sich das Boot aufhängt, deshalb Umsicht ist die oberste Priorität.

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