Helgoland

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Helgoland ist die zentrale Insel in der Deutschen Bucht.

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Ansteuerung

Die häufigste Ansteuerungs-Richtung, die hier beschrieben wird, erfolgt von NE über SE bis SW. Langsam fahrende Sportboote sollten unbedingt mit dem Tidenstrom aus den Gatten, Prielen und Flüssen ausfahren, dort ist der Gewinn an Geschwindigkeit am Größten.

  • Von SE aus der Elbe kommend kreuzt man das Fahrwasser spätestens, wenn der Anliegerkurs von etwa 300° möglich wird. Das ist ungefähr bei "Bk. Z" und vor dem Gebiet (etwa zwischen den Tonnen "Elbe Racon" und Verbindungslinie "1" - "2"), dessen Queren verboten ist. Wenn die Sicht sehr gering ist, könnte man "Cuxhaven Elbe Traffic" auf Kanal 71 oder direkt "Scharhörn-Radar" auf Kanal 18 anrufen und sich beraten lassen. Der Ankerplatz "Außenelbe Reede" bleibt dann knapp an Bb. Der Kurs kann direkt auf die Hafeneinfahrt gelegt werden. Die Tonne "Düne-S" bleibt knapp an Stb. Die grüne Tonne "1" darf an Bb bleiben.
  • Aus mehr südlicher Richtung kommend (Weser, Jade), empfehle ich sehr auf die Großschifffahrt zu achten, die auf unterschiedlichsten Kursen unterwegs ist. Die Ansteuerungstonne "Helgoland-O" und die weiteren roten Tonnen bleiben - und müssen (Naturschutzgebiet "Helgoländer Felssockel", Befahren verboten!) auf direktem Kurs an Bb bleiben. Der Tidenstrom setzt in diesem Bereich quer, das ist aber in idealer Weise an der Richtfeuerlinie Düne, welche mit 20° angesteuert wird, zu erkennen.
  • Um aus SW-licher Richtung nach Helgoland zu fahren, z. B. von den Ostfriesischen Inseln, muss man zunächst das Verkehrstrennungsgebiet "Terschelling-Deutsche Bucht" überwinden. Entweder durch rechtwinkliges Queren - oder durch Umfahren (etwa 2 Kabel östlich der "TG 19/Weser 2") passieren. Dann steuert man die Tonne "Helgoland-O" an. Es gilt das im vorigen Absatz dazu genannte.
  • Aus Osten kommt man von Meldorf/Büsum über die Süderpiep. Diese hat kaum Verkehr und auch auf See quert nur selten ein Dickschiff. Ich empfehle, die Tonne "Düne S" knapp an Stb anzusteuern und von dort direkt die Hafeneinfahrt. Vom Tiefgang und der Gesetzeslage ist es aber auch möglich, die Tonne "Düne S" zu schneiden.
  • Von Sylt, Amrum, Föhr, Pellworm gelangt man über Vortrapptief, Rütergat, Schmaltief oder Norderhever aus NE-licher Richtung nach Helgoland. Die NW-Zufahrt zwischen Tonne "Sellebrunn-W" und Tonne "Nathurn-N" würde ich trotz Betonnung und guter Wassertiefe nicht nehmen - oder nur bei segeltaktischer Erfordernis. Vielmehr würde ich die Düne an Stb lassen und wie im vorigen Absatz beschrieben verfahren.

Gezeiten

Helgoland ist Referenzort für die Gezeitenstromkarten des BSH und Bezugsort für die Hoch- und Niedrigwasser an der deutschen Nordseeküste von der Tonne "Lister Tief" bis nach Pellworm. Der mittlere Tiedenhub beträgt in Helgoland 2,4 m. Helgoland als Bundesschutzhafen ist 24h anzulaufen.

Die per wxtide berechneten aktuellen Gezeiten von Helgoland können hier herunter geladen werden, die 7-Tages-Gezeiten gibt es beim BSH. Beide unterscheiden sich um weniger als 10 min und max. 20 cm Tiedenhub. Jeder Skipper ist selbst für die Bewertung der Unterschiede verantwortlich.

Häfen und Liegeplätze

Die Angaben dieses Kapitels beziehen sich auf die Sommersaison.

Hafenkarte.jpg

Südhafen

Gewöhnlich fährt man in den Vorhafen und den Südhafen, der ein Bundeshafen ist. Der Hafen ist tidenunabhängig anzulaufen. Im W-lichen Teil des Vorhafens darf geankert werden. Für den Notfall ist das gut - oder 'wer es mag'. Liegegeld wird auch hier fällig.

'Megayachten' suchen sich einen Platz an den Piers in Absprache mit dem Hafenamt UKW Kanal 67 (Tagesdienstzeit beachten).

Normale größere Sportboote finden einen guten Platz in kleinen Päckchen an der Nordkaje (Aufstieg per Leiter).

Mittelgroße Sportboote machen an einer Pontonreihe fest, die entlang einer leichten Pier von der Nordkaje abgeht oder an einer Pontonreihe entlang der neu (2007 auf 2008) instandgesetzten Ostkaje.

BooteOstkaje-Sch.jpg SuedhafenzuPfingsten-Sch.jpg

Je nach Belegung ist das "Päckchenliegen" üblich. (Ein Dutzend Boote nebeneinander sind keine Seltenheit. Um die Bootsreihen zu stabilisieren sind im Hafenbecken gelbe Bojen ausgelegt.) Das bedingt eine ständige Bootsbesetzung um verholbereit zu sein; in Absprache mit den Nachbarn sollte ein Landgang möglich sein. Interessant wird es morgens, wenn innenliegende Boote ablegen wollen.

Vor der Ecke zum Rettungskreuzer ist für kleine Yachten ein guter Platz. Die letztgenannten Liegeplätze haben einen Landgang, der auch für behinderte Personen geeignet ist. In Absprache mit dem Hafenmeister ist ein bevorzugter Anlege-Platz zu erlangen.

Es besteht Meldepflicht beim Hafenamt. Liegegeld und Kurtaxe sind hier zu entrichten:

(die Preise werden, sobald ich sie erfahre, hier eingesetzt. Oder macht das ein kompetenter Bearbeiter?)

Um Frischwasser zu bunkern muss man vor den Tonnenhof an die Westkaje verholen. Entnahme jederzeit über einen Münzautomat (50c-Stücke). Der Schlauch muß quer über die Fahr- und Lauffläche zum Boot geführt werden. Nach eigener Beobachtung war das bei Ankunft der Schnellfähre "Halunder Jet" ein rücksichtsloses Unternehmen, denn jeder Passagier mit rollbaren Koffern und Taschen strauchelte darüber.

Landstrom 230 V gibt es seit der Saison 2009 über moderne Entnahmesäulen an den Stegen. Diese wurden mit einer Investition von etwa 60.000 € durch die Firma Jörn Rickmers, Outdoorbekleidung, Schiffsausrüstung und Tankstelle errichtet. Weiterhin gibt es die vom WSA zur Verfügung gestellten Steckdosen an Land. Freischaltung erfolgt durch den Hafenmeister per Schlüssel-/Chipsystem gegen Gebühr.

WC, Dusch- und Waschgelegenheit befinden sich im Keller des Hafenrestaurants "Marina". Diese Einrichtung wird von einem sehr freundlichen Betreiber (Lothar) geführt und ist ebenfalls gebührenpflichtig.

Wassersportclub Helgoland - Segelsparte

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Hinter der erwähnten leichten Brücke hat die Segelsparte des Wassersportclub Helgoland die sehr unreine Wasserfläche gepachtet und diese mit einer Pontonanlage belegt. Es ist höchst gefährlich für das Boot, dieses Gebiet zu befahren! Nur eingewiesene Kameraden dürfen nach Anmeldung einlaufen und hier festmachen.

Bei Abwesenheit einheimischer Boote können einige Gastliegeplätze zur Verfügung gestellt werden. Vorteil: man liegt einzeln an Auslegern, kann das Boot verlassen; das Liegegeld fließt der Segelsparte zu und man kann deren Einrichtungen nutzen.

  • Sanitäre Anlagen befinden sich im Clubhaus
  • Dort ist auch der WLAN-Acess-Point
  • Wasser kann per Kanister kostenlos mitgenommen werden
  • Die Landstrom-Säulen sind auch von hier erreichbar

Nordosthafen

Eine Alternative stellt der Nordosthafen dar. Hier hat sich die Motorbootsparte des Wassersportclub Helgoland etabliert. Es stehen diverse Gastliegeplätze an Ponton-Auslegern mit Landgang über Gangways zur Verfügung, auch für Segelboote. Der Hafenwart ist ebenfalls per Handy erreichbar. Sanitäre Einrichtungen sind in einem Container vorhanden.

Nähere Informationen für den Club und die Anlagen der Sparten sind auf der homepage zu finden: Wassersportclub Helgoland

Ein Lageplan der angesprochenen Locations ist unter folgendem Link zu finden: [1]

LiegeplMotobNO-Sch.jpg

Versorgung und Landgang

Diesel und Benzin kann man an einer Bootstankstelle im Binnenhafen bunkern. Achtung, bei Niedrigwasser ist es dort recht flach! Treibstoff ist billiger als auf dem Festland! Am Tankschlengel sind zwei Zapfstellen. Boote machen mithilfe ausliegender Leinen einzeln fest und räumen bei wartenden Kunden (treibend im Hafen) den Platz nach der Betankung umgehend. Es besteht Kontakt vom Schlengel mit dem Tankwart per Freisprechanlage. Am Tankstellen-Gebäude kann man Kanister füllen, die als Service zum Hafen gefahren werden.

Die Firma Rickmers (mit wassersportlicher Tradition) führt auch technische Schiffsausrüstung, maritime Bekleidung und Angelausrüstung. Auf der Homepage sind Preise und Öffnungszeiten genannt. Der Inhaber unterhält informative Webcams, u.a. eine Ansicht vom Oberland auf den Südhafen.

Wetterdaten (Ist-Situation und Vorhersagen) sind in einem Schaukasten an der Westkaje des Südhafens abzulesen.

Bei verschiedenen Schiffsausrüstern kann man Getränke und Lebensmittel kaufen. Diese können nach Vereinbarung zum Boot gebracht werden. Die merkwürdige und lästige Pfandregelung auf Einweg-Flaschen und -Dosen greift für die 'große Seefahrt' nicht! Der Einkauf von zoll- und mehrwertsteuerfreien Waren lohnt bei Parfümerien, erlesenen Spirituosen und Tabakwaren. (Zollvorschriften beachten!) Wohingegen der normale Lebensmittelkauf beim Einzelhändler deutlich teurer ist.

Die Post mit einem Internet-Terminal, Volksbank und Sparkasse sind vertreten. Die Kurverwaltung befindet sich im Rathaus (dort liegen Veranstaltungsprogramme aus). Alle Kureinrichtungen können genutzt werden (Kurtaxe ist ja bezahlt).

Empfehlenswert: Das Meerwasserschwimmbad „Mare Frisicum spa helgoland“, ein Ausflug zur Düne (Robben-watching), Rundgang ums Oberland (Lummen, Baßtölpel und Möwen-watching), Aquarium, Museum, Bunkerführung, Kirche.

Diverse Veranstaltungen laden zur Teilnahme ein: Osterfeuer auf der Düne, Marathon, Segelregatten (Nordseewoche zu Pfingsten, Helgoländer Herbstwoche), Jollenregatten (Störtebeker Opti Cup). Inselfest am 12. Juli (Tag des Seebäderdienstes), Feuerwehrfest, VfL-Fosite-Fest, Motorboot-Regatten (Happot-Cup und Börtebootregatta), Ruderregatta, Beach-Vollyball-Turnier, Tennis-Turnier, Konzerte uvm.

Restaurants, Kneipen

Restaurants, Bistros und Kneipen gibt es etliche.

Weblinks

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