Ägäis

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Seegebiet Mittelmeer
Politisch Griechenland, Türkei
Geographisch Europa, Asien


Die Ägäis ist das Seegebiet östlich des griechischen Festlands. Sie bietet windreiches Segeln in einer umfangreichen Inselwelt mit unzähligen kleinen Inseln.

Karte der ÄgäisSaronischer GolfKykladenSüdliche SporadenKretaPeloponnesEuböa (mit benachbartem Festland)Nördliche SporadenNördliche Ägäis und ostägäische Inseln

[Bearbeiten] Inseln / Reviere


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[Bearbeiten] Wetter

In den Sommermonaten wird das Wetter durch die Etesien (an der türkischen Küste auch Meltemi genannt) dominiert. Die Etesien sind Winde, die aus nördlichen Richtungen wehen, in der nördlichen Ägäis eher aus Nordosten, je weiter man nach Süden kommt dreht er über Nord (in den Kykladen) bis auf Nordwest bis zuweilen West wie beispielsweise im Dodekanes bei Rhodos. In den Sommermonaten ist er besonders ausgeprägt und erreicht konstante Windstärken von 5-7 Bft.

Unkonstant wird die Angelegenheit durch die Vielzahl an Inseln, oft nahezu unbewachsen und ausgestattet mit verhältnismäßig hohen Bergen. Man hat es hier also zu tun mit allen Formen von beispielsweise Kap-, Düsen-, Staueffekten, sowie Folgen von Hebungsvorgängen. Sehr typisch für das Revier sind die oft sehr kräftigen Fallböen, und die wechselnden Bedingungen von Starkwindgebieten und solchen bis hin zu absoluter Flaute, manchmal liegen sie nur wenige hundert Meter auseinander.

Erfreulicherweise sind im Sommerhalbjahr Wetterlagen mit ausgewachsenem Sturm äußerst ungewöhnlich. Aber auch die Starkwinde sind nicht zu unterschätzen, man habe im Hinterkopf, daß der hiesige Fährbetrieb teilweise bereits ab Beaufort 7 und 8 eingeschränkt wird.

Bei Sichtverschlechterung (diesig) ist mit Starkwind/Sturm zu rechnen aus dem Südwest-Quadranten ("Sahara-Sturm"), und zwar auch im Sommer. Laufe einen Hafen an, der n i c h t nach Süd geöffnet ist.

[Bearbeiten] Grenzquerung Griechenland - Türkei

Seit 2014 wird aufgrund der akuten Flüchtlingsproblematik sehr genau darauf geachtet, dass die Charteryachten ein- und ausklariert sind. Generell sollte die Regel für Charteryachten sein: ordentlich ausklarieren, dann im jeweils anderen Land ordentlich einklarieren und bei der Rückreise sich nochmal bei den Behörden melden. Die Gebühren sind immer sehr abenteuerlich und betragen sowohl auf der griechischen als auch auf der türkischen Seite zwischen 15 und 120,- pro Yacht. Nochmal: man sollte seit neuestem tunlichst vermeiden, mit Charteryachten nicht einklariert irgendwo wild zu ankern, es droht eine (vorübergehende) Konfiszierung der Charteryacht!

Gute Orte zum Ausfüllen des Transit Logs in Griechenland:

Auf Kos: Marina Kos Auf Rhodos: Marina Rhodos Auf Samos: Samos und Pythagorio Auf Chios: in Chios Auf Lesbos: Mythilini Das Ausklarieren geht auch auf kleineren Inseln wie Pathmos oder Lepso.

In der Türkei meldet man sich in Bodrum oder Kusadasi.

Stand September 2015: die Gebühren fürs Einklarieren in Kusadasi für ein 50 Fuß Schiff betrugen ca. 390,- EUR, diese setzten sich zusammen aus Hafenvermittlungsgebühr, Schiffslänge und Zollgebühr. Das Einklarieren der Crew ist nach 17:00 nicht möglich und wird auf den nächsten Tag vertagt, Dauer ca. 2 Stunden. Extrem zähe Bürokratie. Wichtig: es kann nicht am gleichen Tag ausklariert wie einklariert werden. Gebühr fürs Ausklarieren beträgt 150,- EUR für die gesamte Besatzung (8 Personen). Wird nicht ordentlich ausklariert, so droht eine Beschlagnahmung der Yacht sowie 400,- EUR Strafe pro Person, hinzu kommt 1 Jahr Einreiseverbot in die Türkei. Situation in Bodrum ist identisch, nur dass die Hafengebühr noch ca. 40,- EUR teurer ist. Gut gemeinter Rat: auf gar keinen Fall mit einer Yacht unter EU Flagge in die Türkei einreisen.

[Bearbeiten] Tipps

Besonders für Crews von Chartertörns, die das erste Mal in diesem Revier unterwegs sind, seien auch hier noch einmal die allgemeinen Empfehlungen zur Törnplanung ans Herz gelegt:

  • die in der Ägäis besuchten Gebiete nach Möglichkeit von Norden aus anzugehen (also: von Athen aus im Uhrzeigersinn durch die Kykladen und wieder zurück in den Saronischen Golf, im Dodekanes erst einmal unter Umständen unter Motor nach Norden und dann gegen den Uhrzeigersinn über die mehr dem Meltemi ausgesetzten Inseln wieder zurück nach Kos oder Rhodos).
  • bei Törns mit gleichem Ausgangs- wie Endpunkt spätestens nach einem Drittel der Zeit den entferntesten Punkt des Törns erreicht zu haben. Die gilt besonders bei Ausgangspunkt Athen und Endpunkt südl. Kykladen, z.B. Santorini: Athen- Santorini ein Drittel, Santorini -Athen zwei Drittel.
  • zu empfehlen für die Gewässer sind die vier Atlanten GREEC SEA GUIDE von Nicholas D. Elias, einem mittlerweile pensionierten Offizier der griechischen Marine. Es sind übersichtliche Seekarten und Hafenhandbuch gleichzeitig. Mit vielen Plänen von kleinen Häfen und exzellenten, detaillierten Tipps. Sie sind bei Hansenautic, Bernwieser und in Griechenland in vielen Bootsläden erhältlich.

[Bearbeiten] Törnberichte

[Bearbeiten] Links

Artikel zur Ägäis in der Wikipedia

Exzellente Wetterberichte der Universität Athen, mit Ortsbestimmung via Google Maps (einfach den kleinen roten Reiter auf der eingespielten Google-Maps-Karte an die gewünschte Position ziehen, Detailinformationen für diese Position laden automatisch)

Wind- und Wellenvorhersage Nord-Ägäis

Wind- und Wellenvorhersage Süd-Ägäis

Wind- und Wellenvorhersage Kykladen

Wind- und Wellenvorhersage Ionisches Meer

Wind- und Wellenvorhersage Dodekanes / Türkische Küste

Wetterberichte vom Hellenic National Meteorological Service

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