Alonnisos

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[Bearbeiten] Übersicht

Alonnisos ist nach Skiathos und Skopelos von Westen aus die dritte Insel der Nördlichen Sporaden. Auf dem Weg nach Nordosten ist sie - neben dem benachbarten Eiland Peristera - die letzte besiedelte Insel. Die Ortschaften liegen im südlichen Teil der Insel (Chora beziehungsweise Alt-Alonnisos, Patitiri, Votsi, Milia und Steni Valla), weiter nach Norden findet man nur noch touristische Einrichtungen, einzelne Bauernhöfe oder Weiler an. Ormos Gerakas im Norden der Insel verfügt zwar über respektable Hafenbefestigungen einschließlich Befeuerung, und sie ist mit dem Süden verbunden durch eine gut ausgebaute Asphaltstraße. Aber auch hier findet man nur vereinzelte Anwesen, darunter auch das niemals in Betrieb gegangene Meeresforschungszentrum. Massentourismus ist auf dieser Insel deutlich geringer vertreten als auf den Nachbarn Skiathos und Skopelos. Diese relative Abgeschiedenheit und Einfachheit wird durchaus mit dazu geführt haben, daß die Insel unter anderem als ein Zentrum der Homöopathie gilt.

[Stand September 2006]

Inhaltsverzeichnis

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[Bearbeiten] Liege- und Ankerplätze

[Bearbeiten] Haupthafen Patitiri

Koordinaten: 39° 08.55'N, 023° 51.94' E


Für die großen Autofähren wurde inzwischen ein großes Areal östlich des Wellenbrechers in Betrieb genommen. Sowohl die neue Fährpier als auch die alte Pier im Inneren des nahezu kreisrunden Hafenbeckens sind freizuhalten. Hier legen nicht nur die Tragflächenboote (Flying Dolphins) und deren Nachfolger, die Personenkatamarane (Flying Kats), der Platz an der alten Pier ist nun auch für Touristenboote reserviert.

Anlegen kann man vor Buganker am nordöstlichen Kai. Gerade an dieser Stelle ist der sich bei kräftigerem Wind sofort aufbauende Schwell besonders deutlich vorhanden. Es empfiehlt sich, die Festmachetechnik der lokalen Fischer zu übernehmen - sie nutzen außergewöhnlich lange Festmacherleinen, was natürlich eine ständig ausgebrachte Gangway verhindert. Lehnige Leinen oder gar Ruckdämpfer kann man hier bestens zur Anwendung bringen.

Im Westen der Hafenbucht kann man frei ankern, wenn man einen freien Platz zwischen den Murings findet. Unter anderem bei Flottillen ist es beliebt, vor Anker mit langen Landleinen zum nordwestlichen Ufer (und an vereinzelten Felsen) festzumachen. Der Ankergrund hält durch den Seegrasbewuchs nicht immer gleich. Bei vorhandenem Platz kann man auch vor Buganker und Heckleinen an die Außenseite der neuen Pier gehen. Der vorherrschende Wind fällt hier zwar seitlich ein, der Schwell ist hier jedoch in der Regel deutlich geringer als in der nordöstlichen Ecke des Hafens. Im Übrigen wurden immer wieder Yachten beobachtet, die längsseits an Frachter und Hochseefischer festgemacht hatten - entsprechendes Fragen hat hier offensichtlich nichts geschadet.

Im Ort hat man gute Versorgungsmöglichkeiten, es gibt einige Tavernen. Treibstoff wird mit Tankwagen geliefert, die dazugehörige Tankstelle (39° 08,797'N, 023° 51,713' E) erreicht man nach einigen hundert Metern über die Straße in der Verlängerung der neuen Pier. Wasser gibt es aus einem Anschluss an der Wurzel am alten Fähranleger.

Bei südlichen Winden ensteht ein mörderischer Schwell, der sogar die Masten aneinander schlägt. Bei auftretendem Schwell unbedingt den Abstand zum Kai erhöhen.[1]

[Bearbeiten] Ormos Votsis

Koordinaten: 39° 8.727' N, 23° 52.380' E


In den Buchten nordöstlich vom Haupthafen Patitiri findet man eine ganze Reihe von Dauerliegern - Fischer und vorwiegend kleinere Yachten und Boote, an Murings mit (langen!) Leinen zu den Piers oder vor Anker/Muring in der jeweiligen Bucht. Die Schwellsituation zeigte sich ähnlich stark ausgeprägt wie in Patitiri, ortsansässige Fischer wollten sich nicht festlegen, an welcher der beiden Möglichkeiten man mit einem Segelboot besser beziehungsweise sicherer liegt.

[Bearbeiten] Ormos Tzortzi

Koordinaten: 39° 10.12'N, 023° 54.06' E


Eine landschaftlich reizvoll gelegene Bucht, gerade das Akrotirion Kokkinokastro ("Kap Rotes Kastell"), das bei der Ansteuerung an Backbord bleibt, ist ein immer wieder gern genommenes Fotomotiv. In der Nähe des Kaps hat man sehr alte ehemalige Siedlungen gefunden. Deshalb und wegen der schönen Strände fahren Kaikis mit Badegästen hierhin, an Land gibt es in der Nähe einen Parkplatz für Touristenbusse. Abends wird er auch in der Hochsaison der größte Trubel vorbei sein. Man ankert im Norden der Bucht auf gut haltendem Grund, wenn der Anker nicht gerade auf eines der Seegrasfelder gefallen ist.

Am Strand gibt es eine Taverne, geöffnet hat sie offensichtlich nur in der Haupturlaubszeit. Ansonsten keinerlei Versorgungsmöglichkeiten. Man liegt hier ruhig in bewaldeten Hängen mit verstreut angesiedelten Ferienhäusern, es kann jedoch leichter Schwell um die Huk laufen.

[Bearbeiten] Stenivalla

Koordinaten: 39° 11.47'N, 023° 55.64' E


In Stenivalla (auch: Steni Vala) in der Durchfahrt zwischen Nisis Peristera und Alonnisos stehen am Nordufer einige Häuser und Tavernen, vor denen das Ufer befestigt ist. Entlang dieser Pier beträgt die Wassertiefe stellenweise unter anderthalb Meter, daher sollte man hier mit Heckanker und Bug voran anlegen oder herkömmlich mit Buganker und Heck zur Pier bei drei Meter Abstand, Personentransport dann mit dem Dinghy. Sonst kann man im äußeren Bereich der Bucht auf sechs bis zehn Meter Wassertiefe auf stellenweise bewachsenem Kies mit Steinen ankern. Der innere Bereich der Bucht ist für Boote ab 30 Fuß zu schmal zum freien Ankern. Dieser Minihafen wird gerne von Flottillen angelaufen.

Im Ort gibt es eine Pension sowie an Versorgungsmöglichkeiten einige Tavernen und zwei Minimärkte. Ein Minimarkt stellt seinen Kunden kostenlos Wasser (langer Schlauch vorhanden) zur Verfügung. Das Duschen kostet 1 € pro Person. Treibstoff kann telefonisch bestellt werden und wird per Tankwagen geliefert, Info beim Minimarkt "Ikaros". Am Scheitel der Bucht ist eine kleine Robbenaufzuchtstation eingerichtet, die jedoch nur im Winter zu ihrem ursprünglichen Zweck betrieben wird. Diese Anlage gehört mit zum National Maritime Park of Alonnisos.

2013: Man sollte sehr vorsichtig an die Pier heranfahren, es liegen dicke Felsbrocken im Wasser. Minimarkt und Tavernen stellen Wasser und Strom (incl. Adapter), wenn man bei Ihnen kauft bzw. ißt. Strom fällt schonmal aus, Wasserdruck ist sehr gering, aber mit Geduld geht es. [1]

[Bearbeiten] Ormos Gerakas (auch Ormos Phirakos)

Koordinaten: 39° 16.32'N, 023° 56.71' E


Einige verstreute Ferienhäuser und Gehöfte findet man hier, mittendrin das im Vergleich riesige Betonbauwerk der Meeresbeobachtungsstation. In der nach Nordosten offenen Bucht hat man einen kräftigen Wellenbrecher und Piers gebaut. Der Hafen wird offensichtlich nur von einigen Fischern genutzt und ist einer der wenigen in der Ägäis, in denen man teilweise längsseits festgemacht liegt (zumindest wenn Platz vorhanden ist). Der Schutz bei Nordwind war bei unserem Besuch verblüffend gut, Erfahrungen bei kräftigem und länger andauerndem Meltemi liegen nicht vor. Keinerlei Versorgungsmöglichkeiten. Bei NE-Winden steht starker Schwell in die Bucht, so dass das Liegen ziemlich ungemütlich wird.

[Bearbeiten] Tipps

  • Empfehlenswert ist ein Besuch der Chora. Der Hauptort der Insel ist von der ursprünglichen Bevölkerung nahezu verlassen worden, inzwischen aber auf sehr angenehme Weise restauriert worden.

[Bearbeiten] Quellen

  1. 1,0 1,1 Besucht September 2013 (Rainer)

[Bearbeiten] Links

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