Pelagonisi

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[Bearbeiten] Übersicht

Die Insel Pelagonisi, auch Kyra Panagia oder Pelagos genannt, liegt nordöstlich der Sporadeninsel Alonnisos. Sie ist abgesehen von den Einfahrten zu den Buchten fast kreisrund und misst in Nord-Süd-Richtung circa neun Kilometer, die höchste Erhebung ist bei fast 300 Metern. Sie ist nicht besiedelt, zeitweise sind jedoch ein Bauernhof im Innern der Insel und das Kloster bewohnt. Von diesen beiden Stellen aus wird die Insel bewirtschaftet, die noch immer im Besitz der Klöster um den Berg Arthos ist. Im Übrigen herrscht hier absolute Einsamkeit.

Interessant ist Pelagonisi unter anderem als Absprungort nach Norden, beispielsweise an die Chalkidiki. Die Strecke vom letzten guten Schutz bietenden Ankerplatz Ormos Planitis bis Limin Koupho an der Sithonia beträgt etwa 39 Seemeilen. Die beiden großen Buchten der Insel sind beliebte Anlaufstellen auch für Flottillen.

Die Insel liegt wie ihre Nachbarn im Schutzbereich des National Marine Park of Alonnisos-Northern Sporades (NMPANS), ein Naturschutzgebiet, das neben vielen anderen Pflanzen und Lebenwesen den vom Aussterben bedrohten Mönchsrobben Rückzugsmöglichkeiten ermöglichen soll. Die Zugangsbeschränkungen sind nicht klar veröffentlicht, der Besuch von Wassersportlern wird zumindest geduldet. Es sei trotzdem jedem ans Herz gelegt, sich besonders umsichtig zu verhalten. Manchmal wird man tatsächlich für die Ruhe belohnt, wenn man die sehr wendigen Robben beobachten kann.

Auf der gesamten Insel gibt es keinerlei Versorgungsmöglichkeiten oder Restaurationen.

Or. Kyra Panagia
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[Bearbeiten] Liege- und Ankerplätze

[Bearbeiten] Ormos Kyra Panagia (Ormos Agios Petros)

Koordinaten: 39° 19.35'N, 024° 03.38' E


Weiträumige, guten Schutz bietende Bucht mit mehreren Möglichkeiten zum Ankern, auch wenn man nicht immer vor Schwell gefeit ist. Sie ist frei von Untiefen, man ankert auf bestens haltendem Grund. Nachts weist das Feuer auf der vorgelagerten, an beiden Seiten passierbaren Insel Pelerissa den Weg.

In den nördlichen Einbuchtungen hinter dem mittig gelagerten Inselchen (vermutlich ist mit dem in einigen Revierführern verwendete Begriff Agios Petros genau diese Ecke der Bucht gemeint) findet man malerisch gelegene Ankerplätze, an denen man frei schwojen kann oder mit Landleinen zu den überall vorhandenen ufernahen Felsen festmachen kann. Ebenfalls gute Ankerplätze findet man in den Einschnitten im Osten und Südosten. Die kleine Pier in der östlichen Bucht (N, 39° 18.780', E 024° 03.915') dient zur landwirtschaftlichen Versorgung und ist für Segelyachten nicht nutzbar, am Kopf der Pier sind Wassertiefen von nur etwa einem Meter.

[Bearbeiten] Westbucht

Koordinaten: 39° 19.95'N, 024° 02.82' E


Eine fjordähnlich einschneidende, schmale Bucht. Bei moderatem Wetter konnte eine verblüffende Seegangberuhigung festgestellt werden, Erfahrungen bei länger herrschendem Meltemi liegen nicht vor. Brauchbar bei ruhigem Wetter als Tagesankerplatz, viel Platz zum Schwojen ist nicht vorhanden, Landleinen mögen hilfreich sein.

[Bearbeiten] Ormos Planitis

Koordinaten: 39° 20.84'N, 024° 04.37' E


Besten Schutz bietet diese weiträumige und fast vollständig eingeschlossene Bucht im Norden der Insel. Manchmal ist noch ein wenig Schwell bemerkbar, der es durch die rd. 70 Meter breite, schlauchförmige Einfahrt geschafft hat. Bei der Ansteuerung muss man mit Seegang bis kurz vor der Einfahrt rechnen, erst ungefähr neben der felsigen Insel in der trichterförmigen Einfahrt lässt er dann schnell nach. Revierführer warnen vor der Ein- und Ausfahrt, wenn der auflandige Wind die Stärke 5 Bft. überschreitet.

Man liegt oft in völliger Einsamkeit, zuweilen trifft man (dann meist in der östlichen Einbuchtung) auf Fischer sowie an Land auf "wilde" Ziegen und Schildkröten. Am Ufer wächst Salbei. Sehr gut haltender Ankergrund.

[Bearbeiten] Ormos Monastiri

Koordinaten: 39° 19.51'N, 024° 05.68' E


Diese Bucht ist nur bei sehr ruhigem Wetter (oder bei recht seltenen Westwinden) nutzbar. Touristenboote legen mit Anker und Landleinen an einen improvisierten Anleger an. Von hier aus kann man über einen Felsstufenstieg in circa 20 bis 30 Minuten das Kloster erreichen. Als Segler empfiehlt sich ein Klosterbesuch eher über den Ormos Kyra Panagia.

[Bearbeiten] Tipps und Empfehlungen

  • Wanderung zum Kloster
Wer sich einmal "die Beine vertreten" und dabei ein wenig die Insel erkunden möchte, für den mag folgende Wanderung interessant sein:
Beginn am Strand der östlichen Einbuchtung im Ormos Kyra Panagia, vermutlich wird man mit dem Dingi übersetzen. Von hier folgt man dem unbefestigten Fahrweg links an den Olivenplantagen vorbei hinein in das Tal. Man gelangt an ein Gehöft, von dem hiesigen Gelände setzt sich der Weg fort in Richtung Ostsüdost. An einer abgeschlossenen Zisterne mit Tränke zweigt der Weg nach links ab. Anfangs nicht ganz eindeutig zu erkennen, sollte man sich nach fünfzig bis hundert Metern auf einem sehr gut ausgetretenen, nach Nordost führenden Mulipfad befinden. Es geht mit moderater Steigung bis an das östliche Ufer, von hier mit grandiosen Ausblicken nach Norden bis zum Kloster.
Der Weg ist nicht besonders schwierig, trotzdem ist festes Schuhwerk und entsprechende Kleidung empfehlenswert. Für eine Strecke benötigt man ohne Dingifahrten etc. knapp anderthalb Stunden. Normalerweise ist das Kloster unbewohnt, falls jedoch ein Betreuer anwesend ist, kann man das Innere des Komplexes besichtigen. Dabei wird um angemessene Kleidung wird gebeten.
Wegpunkte:
  • 39° 18.787'N, 024° 04.041' E: Startpunkt am Strand
  • 39° 18.559'N, 024° 04.599' E: Gehöft
  • 39° 18.386'N, 024° 04.891' E: Zisterne
  • 39° 19.342'N, 024° 05.599' E: Kloster

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Bilder

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