Golfe du Lion

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[Bearbeiten] Allgemeines

Das Seegebiet zwischen Cap Sicié bei Toulon im Nordosten und Cabo Creus, dem Ausläufer der Pyrenäen im Südwesten wird als Golfe du Lion bezeichnet.

Von den Pyrenäen im Südwesten bis zur Rhonemündung ist die Küste überwiegend flach und nur an wenigen Stellen von felsigen Abschnitten unterbrochen (Cap Leucate, Cap d'Agde, Séte). Vielmehr sind endlose Sandstrände das typische Bild des Löwengolfes. Dies mag der Grund sein, warum es dort zu einer intensiven Entwicklung des Badetourismus gekommen ist. Fährt man an der Küste entlang, so reiht sich im Abstand von einigen Meilen ein Hotelkomplex an den anderen. Auch der Wassersport ist intensiv entwickelt. Es gibt in der Region zahlreiche Sporthäfen mit einer enormen Zahl an Liegeplätzen (die meisten Häfen haben über 1000, einzelne über 4000 Liegeplätze). Ist man mit dem Boot unterwegs, hat man jedoch nicht den Eindruck, alles sei überfüllt.

Östlich der Rhone wird die Küste felsig. Gebirgsketten liegen direkt am Meer beginnend mit der Chaine de`l Estaque zwischen dem Golfe de Fos und der Rade de Marseille, gefolgt vom Massif de Marseilleveyre zwischen Marseille und Cassis. Es handelt sich überwiegend um hellen, stellenweise fast weißen Kalkstein, der auch den optischen Eindruck vom Meer aus prägt. Hier ist das Küstenprofil sehr abwechlungsreich, es gibt vorgelagerte Inseln und zahlreiche Buchten, die bei geeignetem Wetter zu einer Unterbrechung der Fahrt oder zum Übernachten einladen. Östlich von Cassis wird der Fels dunkel, am Cap Sicié herrschen schon die kristallinen Gesteine der Côte d'Azur vor.

Bemerkenswert ist der Fischreichtum im Golf, dort, wo die Ufer flach und sandig sind. Diesen erkennt man nicht nur an der Gegenwart der zahlreichen Trawler. Vielmehr hat man beim Segeln häufig Gelegenheit, Thunfische und Bonitos bei der Jagd zu beobachten. Als erstes werden die Seevögel (Basstölpel, Lummen, Silbermöven, Seeschwalben) auf das Schlachtfeld aufmerksam und ziehen sich mit viel Geschrei an dem Fleck zusammen, wo ein Schwarm Sardinen oder Anchovis gestellt wurde. Dann scheint das Wasser plötzlich zu kochen und die Jäger schießen beim Verfolgen ihrer Beute oft im hohen Bogen aus dem Wasser durch die Luft.

Während man an den südwestlichen Sandstränden von See aus nur wenig Bewuchs erkennt, sind die nordöstlich gelegenen Felsküsten reichlich mit Pinien (vorwiegend Aleppokiefern) bestanden. Daneben erstrecken sich auch weite Flächen der duftenden Garrigue.

[Bearbeiten] Sporthäfen

Pyrenäen

Port-Vendres · Collioure

Sandküsten von den Pyrenäen bis zur Rhone

Gruissan · Cap d'Agde · Séte · Frontignan · Le Grau-du-Roi · Port Camargue · Les Saintes-Maries-de-la-Mer/Port Gardian

Golfe de Fos

Port-Saint-Louis du Rhône · Fos · Port de Bouc

Côte Bleue

Die Calanques zwischen Marseille und Cassis

La Ciotat bis Bandol

[Bearbeiten] Nautik

Wegen des Sandes müssen die Zufahrten zu den Häfen regelmäßig ausgebaggert werden, sie sind sehr akkurat betonnt und befeuert und gelegentlich nicht unkompliziert im Verlauf. Das genaue Studium der Seekarte bzw. des Revierführers ist dringend notwendig.

Empfehlenswert sind die Seekarten aus der französischen Reihe Navicarte (Nummer 507-511) und als Überflieger die Carte Marine Officielle 7008 (gesamter Golf mit Teilen der Costa Brava).

Als Hafenführer sehr hilfreich ist: Escales Méditerranée (wird jährlich neu aufgelegt, ist systematisch aufgebaut, enthält Detailkarten von Häfen, sowie geschichtliche und kulturelle Begleitinformationen, allerdings auch viel Reklame), sowie der Imray Mediterranean Almanac (etwas knapper als Escales, ausschließlich nautische Daten, keine Begleitinformationen, enthält ebenfalls Detailkarten).

Aufgrund des häufigen Mistrals herrscht in den südwestlichen Bereichen des Golf eine südversetzende Oberflächenströmung von 1-2kn. Sie macht sich vor allem an den Kaps bemerkbar: Cap d'Agde, Cap Leucate, Cap Bear und auch noch am Cabo Creus. An den nordöstlichen Küsten ist die Strömung ostversetzend (Cap Couronne, Cap Croisette, Cap d'Aigle, Cap Sicié)

[Bearbeiten] Wetter

Der Golfe du Lion zählt zu den Seegebieten der Erde mit der größten Häufigkeit für Sturm und Starkwind. Diese werden fast ausschließlich durch das Wetterphänomen des Mistral hervorgerufen. Hierbei kommt es zwischen dem Azorenhoch und dem Genuatief zu einer Kaltluftströmung aus nördlicher Richtung. Da der Golf nördlich und westlich von großen Gebirgszügen umgeben ist (Pyräneen, Zentralmassiv, Alpen), ist der Mistral ein Leewind und daher meist trocken. Oft herrscht blauer Himmel und Sonnenschein, wenn der Wind schon auf Sturmstärke zunimmt. Während sich die Windgeschwindigkeit über Land noch in Grenzen hält, nimmt sie über der See deutlich zu und erreicht in der Mitte des Golfs ihr Maximum. Erfahrene Seeleute raten daher grundsätzlich davon ab, den Golf mit weitem Abstand von der Küste zu überqueren. Der Nordwind im Golf kann nicht nur recht stark werden, er ist auch sehr häufig. Am Cap Leucate z.B. weht der Wind an über 300 Tagen im Jahr aus nördlicher Richtung. Wer also aus dem Golf nach Süden an die Costa Brava oder auf die Balearen fährt, sollte für den Rückweg ausreichend Zeit einplanen.

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Törnberichte

Südfrankreich 2006 
Bandol, Le Lavandou, Port-Cros, Cassis, Port Pin und La Ciotat
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