Kastelorizo

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Koordinaten: 36° 08.99'N, 029° 35.43' E


Kastelorizo oder Kastellorizo (griech. Καστελόριζο beziehungsweise Καστελλόριζο), auch Megisti (griech. Μεγίστη, türk. Meis) genannt, liegt gegenüber Kaş vor der türkischen Küste. Wenn die Bevölkerung unter 85 Köpfe fällt geht die Insel an die Türkei. Sehr sehenswert, dort scheint die Welt zu Ende zu sein!

Hafen Kastelorizo aus Nordost
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Die Ansteuerung von Westen ist einfach, es ist jedoch an die Nähe der türkischen Grenze zu achten. Man halte sich gut auf griechischer Seite. Sobald man die Nordspitze der Insel umfahren hat, sieht man bereits den Hafen in einer Entferung von rund 1 sm offen vor sich liegen. Aus Osten kommend wäre es eigentlich richtig, die östlich von Kastelorizo liegende Insel Stroggyli (definitiv die südöstlichste Insel Griechenlands) als Grenzlinie mit einzubeziehen. Man peilt von Stronggyli aus die nordöstlichste Spitze von Kastelorizo an. Als Marke dient eine Burgruine. Das Seegebiet vor Kastelorizo ist aber derart mit Felsen gesegnet, dass eine gute Seekarte und ein Ausguck notwendig sind. Bei Nacht ist diese Strecke nicht sicher zurückzulegen. Navigatorisch der sicherste Weg ist die nördliche Route näher am türkischen Festland. Man schwenkt erst nach Süden ein, wenn die letzte der vorgelagerten türkischen Inseln gut achteraus ist. Zwischen diesen beiden Fahrvarianten gibt es mit der nötigen Vorsicht genügend Alternativen zwischen den Inselchen durch.

Die Ansteuerung des Hafens selbst ist problemlos. Die Anlegeplätze für Yachten sind im Südostteil des Hafens, westlich und östlich der kurzen Pier, direkt vor den Tavernen. Man legt idealerweise mit Buganker auf rund 5 Meter Wassertiefe und mit Heckleinen an den Pollern an. Im südwestlichen und westlichen Teil des Hafens liegen die einheimischen Boote. Ausserdem ist das Wasser im westlichen Teil flach und mit Steinen durchsetzt. Die Fähre legt am Anleger im östlichen Teil an. Das Hafenamt, welches man braucht falls man von der Türkei kommend einklariren will, ist in der nordöstlichen Ecke des Hafens.

Das Städchen selbst strahlt geruhsamen griechischen Charme aus, auch wenn einige Gebäude etwas vernachlässigt ausschauen. Zugleich sieht man aber überall Renovationsbemühungen. Alles in allem ein sehr schöner Platz an dem man abseits von Massentourismus entspannen kann. Bars und Tavernen gibt es vor allem an der Süd- und Ostseite des Hafens. Die Versorgung mit Wasser und Lebensmittel ist eingeschränkt, genauso ist Treibstoff knapp. Immerhin muss Kastelorizo weitgehend vom rund 70 sm entfernten Rhodos aus versorgt werden. Es gibt allerdings eine gute nachbarschaftliche Beziehung zwischen Kastelorizo und dem knapp 4 sm entfernten türkischen Kaş. Eine Fährverbindung zwischen den beiden Ortschaften ermöglicht eine weitgehend problemlose nationenübergreifende Versorgung.

[Bearbeiten] Ausflüge

Fähre nach Kaş

Neben einem Spaziergang durch das Städtchen kann man die Reste der Burgruine, des "roten Kastells" oder "Castello Rosso" besuchen, aus welchem sich der Name der Insel ableitet. Man hat einen schönen Blick nach Kaş hinüber. In der nebenan liegenden Bucht O. Mandraki kann man schwimmen gehen.

Ein weiterer lohnenswerter Ausflug ist der Besuch der "blauen Grotte" mittels Ausflugsschiffchen, entsprechende Angebote gibt es am Hafen. Bei ruhigem Wetter kann man die Grotte auch mit eigener Yacht besuchen, allerdings ist bei der gleichförmigen Felswand der Eingang knapp über der Wasseroberfläche kaum zu sehen. Als Anhaltspunkt dienen die anderen Boote. Die Grotte hat die ungefähren Koordinaten: 36° 07.50'N, 029° 34.70' E , vielleicht auch etwas südwestlicher. Die Grotte kann nur schwimmend besichtigt werden.

Ein Besuch der Ortschaft Kaş mit der Yacht ist nur empfehlenswert, wenn korrekt aus- und einklariert wird. Allerdings sind Kaş und Megisti Zollhäfen und bei entspannter politischer Lage ist das Verfahren recht einfach und wenig zeitaufwendig. Die Gegend um Kaş wird von der Coast Guard durchaus gut bewacht, eine Grenzverletzung kann das plötzliche Ende eines Traumtörns bedeuten. Dafür gibt es eine gute Fährverbindung, welche einen schönen Tagesausflug ermöglicht.

[Bearbeiten] Alternative Liegeplätze

Als Alternative eignet sich Ormos Mandraki, eine Bucht östlich des Hafens. Zu beachten ist, dass die Durchfahrt zwischen Kastelorizo und der vorgelagerten Insel Psoradia wegen geringer Wassertiefen nicht möglich ist. Man halte sich an der westlichen Seite der Bucht und achte auf die Wassertiefen. Im östlichen Teil gibt es bis weit hinaus Unterwasserfelsen.

Die unbewohnte Insel Ro, rund 5 sm westlich von Kastelorizo bietet je nach Windlage zwei Buchten an. Die kleinere Bucht im Norden der Insel ist erwartungsgemäss bei Nordwinden mässig geeignet. Die grössere südliche Bucht bietet wunderbare, ruhige und grosszügige Ankerplätze in unterschiedlichen Wassertiefen. Keine Versorgung.

[Bearbeiten] Bildergalerie


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